Ab 1. April zusätzliche Werbeblöcke

SRG/Publisuisse - Moritz Leuenberger will Werbung ausbauen.

Moritz Leuenberger will ab 1. April der SRG den Verkauf zusätzlicher Werbeblöcke gestatten, schreibt der "Sonntagsblick". Wie aus dem Umfeld des SP-Bundesrats zu erfahren sei, tendiere Leuenberger zur folgenden Variante: Vor 18 Uhr und nach 23 Uhr wäre es möglich, auch kurze Sendungen von 30 Minuten durch Spots zu unterbrechen – faktisch eine Werbepause alle 15 Minuten. In der sogenannten Primetime bleibt alles beim Alten: Werbung zwischen den Sendungen ist möglich; Werbeunterbrüche sind nur bei Sendungen erlaubt, die länger als 90 Minuten sind.

"Wir gehen davon aus, dass das Geschäft bis Mitte März in den Bundesrat kommt", bestätigt Matthias Ramsauer, Chef Abteilung Radio und Fernsehen beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Experten schätzen, dass dies der SRG-Vermarkterin Publisuisse so ein Potenzial von fünf Millionen Franken eröffnet. "Jede Liberalisierung ist begrüssenswert. Diese Mini-Öffnung ausserhalb der Primetime bringt uns nicht viel, die ausländischen Werbefenster werden nochmals profitieren", sagt Publisuisse-Chef Martin Schneider.

Kritik an der Mini-Öffnung ist von SVP-Nationalrätin Natalie Rickli zu hören. "Werbung sollten nur die privaten Sender ausstrahlen dürfen. Und die SRG muss sich endlich auf den Service public konzentrieren, dann müssten wir auch weniger Gebühren zahlen", sagt Rickli. Sie arbeitet für den Privatsender Vermarkter IP Multimedia, der direkten Konkurrenz von SRG-Vermarkterin Publisuisse.