Das Berner Ausgehmagazin "Kulturagenda" wird am 12. September erstmals dem Amtsanzeiger Bern beigelegt. Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hat dies unter bestimmten Bedingungen bewilligt. So muss die Agenda im nichtamtlichen Teil erscheinen und darf keinerlei politische Inhalte aufweisen, wie das kantonale Amt für Information mitteilte. Auf Gastkolumnen, persönliche Kommentare und Editorials sei ebenfalls zu verzichten. Das AGR stützt diese Entscheide auf gesetzliche Bestimmungen zu den Amtsanzeigern.
Laut der Präsidentin des Trägervereins der "Kulturagenda", Dorothe Freiburghaus, wird der Verein diese Bedingungen akzeptieren. Er habe dem AGR eine Nullnummer eingereicht und diese sei kaum beanstandet worden. Mit der Kulturagenda gehe es in erster Linie darum, dem Publikum Veranstaltungen vorzustellen, nicht um Vorstellungskritiken. Die Kulturagenda wurde zwischen 2005 und Ende Juni dieses Jahres in 60'000 Exemplaren den beiden Zeitungen Bund und Berner Zeitung beigelegt. Sie erschien alle zwei Wochen. Nun wird sie wöchentlich publiziert und in gleicher Auflage wie der Anzeiger: In 140'000 Exemplaren. Das Format wechselt von Tabloid zur Grösse einer Zeitungsseite.
Die Kulturagenda wird zum grössten Teil von den Kulturveranstaltern selber getragen. Die Stadt Bern trägt 100'000 Franken bei. Eine Kooperation mit dem Bund scheiterte an finanziellen Gründen. (sda)