Ab nächstem Montag erscheint die Neue Zürcher Zeitung mit einem überarbeiteten Layout. Laut Facts, dessen Journalist Markus Schär bereits Musterseiten des neuen Blatts ansehen durfte, wurde der alten Dame bloss ein "behutsames Facelifting" verpasst. Vieles bleibt sich gleich: "Derselbe Frakturtitel wie seit 1780, dieselbe graue Masse von Buchstaben, derselbe Grundsatz, dass der Hauptartikel dem Weltgeschehen gebührt."
Immerhin aber erhält die NZZ nun laut Facts als letzte ernst zu nehmende Tageszeitung der Welt eine Frontseite, die diese Bezeichnung auch verdient. So soll es jetzt frech geschnittene Bilder auf der Front geben. Der Spitzenartikel im Blockumbruch umreisse in Kürze das wichtigste Ereignis, und Anrisse erschliessen auch Inland, Kultur und Sport.
Die kleinen Eingriffe an der Erscheinungsform des Blattes sollen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die NZZ am Gehirn operiert werde. Denn was ins Blatt kommt und wie es auf den Seiten steht, bestimmen nicht mehr allein "die Fachkräfte in den Redaktionskabäuschen" und jene auf den Korrespondentenposten.