Einigung zwischen den gekündigten Redaktionsmitarbeitenden und den Eigentümern der ehemaligen Nachrichtenagentur AP: Nach fünf Verhandlungsrunden haben sich die beiden Parteien auf eine Abgangsentschädigung von 4,5 Monatsgehältern geeinigt.
Die 20 gekündigten Festangestellten und regelmässig freischaffenden Redaktionsmitarbeitenden, welche die Vereinbarung unterzeichnen, würden ab Montag freigestellt, teilte die Gewerkschaft Comedia am Donnerstagabend mit. Dies betreffe aber nur die Mitarbeitenden in der Deutschschweiz - die Westschweizer Journalisten seien nach wie vor in ungekündigtem Verhältnis, sagte Comedia-Zentralsekretärin Stephanie Vonarburg auf Anfrage der SDA.
Im vergangenen Dezember wurde AP Schweiz an die Agentur ddp (Deutscher Depeschendienst) verkauft. Daraufhin haben die Nachrichtenagenturen SDA und ddp ihre Zusammenarbeit im Schweizer Markt bekannt gegeben. Das seit 1981 bestehende AP-Büro (heute ddp Schweiz) wird zum Korrespondentenbüro der ddp. Die SDA übernimmt keinen der bisherigen ddp-Mitarbeiter, da sie selbst Arbeitsplätze abbauen muss.
Die SDA übernimmt per 1. Februar die deutschen ddp-Textdienste sowie den Ausland-Depeschendienst der ddp (DAPD) für die Verbreitung in der Schweiz. Im Gegenzug erhält die ddp die Lizenz, in ihren Märkten die SDA-Dienste zu verbreiten. Die Zusammenarbeit wurde mit der veränderten Medienlandschaft in der Schweiz und dem damit verbundenen Kostendruck begründet. Die ddp-Gruppe will sich auf ihr Kerngeschäft in Deutschland konzentrieren. (sda)