Es hat als Witz begonnen, findet nun aber eine ernsthaftere Fortsetzung. Das Bakom hat von der SRG eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen um DJ Antoine in der Sendung "Pisa" verlangt. DJ Antoine hatte als Prominentenvertreter des Kantons Baselland an der Show teilgenommen. Dabei wurde vertraglich festgehalten, dass Schleichwerbung während der Sendung verboten sei. Doch an diese Weisung hielt sich DJ Antoine nicht.
Während der Sendung hielt er seine CD in die Kamera, worauf Moderator Ueli Schmezer schon in der Sendung eine saftige Busse ankündigte. Verschiedene Medien berichteten darauf, dass das Schweizer Fernsehen von DJ Antoine 50'000 Franken Busse für die Schleichwerbung verlangen werde.
SF-Pressesprecher Urs Durrer stellt dies gegenüber "persoenlich.com" in Abrede. Dass DJ Antoine dem Schweizer Fernsehen für sein Marketing in eigener Sache 50'000 Franken zu bezahlen habe, sei lediglich ein Witz Schmezers gewesen.
Dieser "Witz" hat nun aber das Bakom auf den Plan gerufen. "Wir wollen diesbezüglich Klarheit haben und gehen deshalb der Sache nach", so Michael Stämpfli vom Bakom gegenüber "persoenlich.com". Man habe die SRG zu einer Stellungnahme aufgefordert.
Gegenüber "persoenlich.com" bestätigt SRG-Pressesprecher Simon Meyer, dass am Montag ein Brief vom Bakom bei der SRG eingegangen ist. "Darin bittet das Bakom, zu diesem Sachverhalt Stellung zu beziehen", so Meyer.
Mit welcher Pointe der "Witz" von Ueli Schmezer schlussendlich endet, ist also noch offen. Bereits gut lachen hat DJ Antoine. Seine neue CD ist gemäss Blick in den Schweizer Compilation-Charts von 0 auf Platz 1 gestürmt .
(Text: Stefan Wyss)