Nach den Panini-Bild-Sammlern nimmt SF-Chefredaktor Ueli Haldimann in seinem Blog jetzt den NZZ-Medienjournalist Rainer Stadler ins Visier. Dieser hatte am Mittwoch einen kurzen Artikel unter dem Titel "SF schwimmt im Geld" verfasst. Daraus ging hervor, dass das Schweizer Fernsehen für sein Newsportal dank der Integration der Teletext-Redaktion neu eine 24-Stunden-Redaktion aufbaut.
"Die Ressourcen, die zur Verfügung stehen, kontrastieren mit den sonst üblichen Klagen der SRG, es fehle an allen Ecken und Enden an Geld", kommentierte Stadler die Zügelaktion. Für Haldimann Anlass genug, Stadler "noch einmal" zu erklären, worum es der SRG bei der Zusammenlegung von Online und Teletext wirklich geht, hatte der NZZ-Journalist doch die Informationen, die aus einer internen SF-Mitteilung stammen, seiner Ansicht nach "falsch interpretiert".
Bis anhin hätten 13 Vollzeitstellen das journalistische Angebot des Teletext-Dienstes in Deutsch in Biel produziert. Im Rahmen des SRG-SSR-Projektes "Move" würden diese 13 Stellen, die sich auf 22 Mitarbeiter verteilen, nun nach Zürich transferiert. Wie die NZZ dazu kommt, zu kritisieren, dass die gleichen 13 Stellen zusätzlich auch noch ein Online-Angebot herstellen, ist für Haldimann ein Rätsel. Und ebenso, dass sie diese "Verbesserung der Dienstleistung" mit dem polemischen Titel 'SF schwimmt im Geld' kommentiert.
Was Haldimann erst recht die Galle hochtreibt: Der Artikel Stadlers wurde im "copy-and-paste-Zeitalter" von anderen Zeitungen, namentlich dem Tages-Anzeiger, übernommen. Sein unmissverständlicher Kommentar dazu: "grrrrrrr..."