In seinem 45. Jahr bietet das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, das 1955 als erstes Filmfestival der DDR gegründet wurde, insgesamt 349 Beiträge aus 44 Ländern. Zu sehen sind von 15. bis 20. Oktober 178 Dokumentar- und 171 Animationsfilme unterschiedlicher Länge. 16 Dokumentarfilme laufen im Wettbewerb, darunter Erich Langjahrs "Hirtenreise ins dritte Jahrtausend", und aus der Westschweiz Fernand Melgars "Remue-Ménage". Der bekannteste Name im Wettbewerb ist Chantal Akerman, die in "Jenseits von Sonora" die bedrückende und dramatische Situation an der Grenze zwischen den USA und Mexiko beschreibt. In der Jury ist der Berner Filmschaffende Alfredo Knuchel vertreten.
Für den Animationsfilm-Wettbewerb wurden insgesamt 49 Beiträge ausgewählt. Erstmals befindet sich mit "My Beautiful Girl" von Mari aus Korea ein abendfüllendes Werk darunter. Vertreten seien Filme mit Zeichen-, Mal-, Puppen- ,Computer- und Sandanimation bis hin zur Verwendung von Realszenen, wie das Festival mitteilt. Ein umfangreiches Zusatz-Programm rundet die Auswahl ab. Zu sehen ist etwa eine Retrospektive "Frauen-Film-Frauen", Filme zur "Jüdischen Identitätssuche" in mittel- und osteuropäischen Filmen und die Reihe "Sertschawan" über die kurdische Tragödie.