"Alles ruhig vor der GV"

Zürcher Oberland Medien - Statutenänderung an der GV kein Thema.

Lukas Briner, Verwaltungsratspräsident der Zürcher Oberland Medien (ZOM), hat es geschafft: Am Mittwoch Abend trafen die ZOM-Verwaltungsräte zu einer Sitzung zusammen, um zu diskutieren, wie es mit der ZOM nach dem Zeitungstausch zwischen NZZ und Tamedia weitergehen soll. Dies bestätigte Briner auf Anfrage von "persoenlich.com". Was wie besprochen wurde, wollte er aber nicht sagen. Nur so viel: Es seien keine protokollarischen Beschlüsse gefällt worden.

Bekanntlich will die NZZ ihren ZOM-Anteil von 38 Prozent an Tamedia verkaufen, was aber Änderungen an den ZOM-Statuten nötig macht ("persoenlich.com" berichtete).

Ein weiteres mögliches Hindernis: Die rund 500 ZOM-Aktionäre, viele von ihnen FDP-Mitglieder, haben das politische Heu nicht auf der selben Bühen wie Tamedia. Doch wie Briner weiter sagte, sei die Situation unter den Aktionären "erstaunlich ruhig“."Wir sind deshalb gespannt auf unsere GV am 7 Mai." Doch anders als "persoenlich.com" berichtet hatte, ist die erwähnte Statutenänderung am 7. Mai noch nicht traktandiert. Dazu sei die Zeit schlicht zu knapp gewesen, sagt Briner. Für eine Statutenänderung müsse deshalb später eine ausserorderntliche GV einberufen werden. Wann diese stattfinden wird, stehe noch nicht fest.

Somit wird es an der GV vom 7. Mai neben den ordentlichen Geschäften wohl vor allem zu einer Information, Diskussion und Kropfleerete zum Thema Zeitungstausch kommen. Wahrscheinlich ist auch, dass NZZ-Verlagsleiter Daniel Hofer, der NZZ-Vertreter im ZOM-Verwaltungsrat, einige Vorwürfe zu hören bekommt. Vermutlich auch Theodor Gut, der zwar weiterhin 10 Prozent der ZOM-Aktien hält, aber mit dem Verkauf seiner "Zürichsee-Zeitung" den Zeitungstausch erst ausgelöst hat. ¨

Wie dem auch sei: Ausser dem ZOM-Blatt "Zürcher Oberländer" selbst werden keine andere Medien zugelassen sein – immerhin diesen Entscheid hat der Verwaltungsrat am Mittwoch gefällt. "Andere Medien können dann zitieren, was unsere Zeitung über die GV schreibt", sagt Briner schelmisch schmunzelnd.

(Text: Markus Knöpfli)