Als das Schweizer Fernsehen farbig wurde

SRF - SRF feiert 50 Jahre Farbfernsehen – eine der sichtbarsten Errungenschaften in der Film- und Fernsehtechnik. Am Montag geht das Schweizer Fernsehen in einer Archivnacht auf Zeitreise.

Am 1. Oktober 1968 war es offiziell: Das Schweizer Fernsehen wurde farbig. Im eigens hergerichteten Studio vollzog der damalige SRG-Generaldirektor Marcel Besançon das Wunder: «Technique: que la couleur soit!». In einer bunten Archivnacht wird am Montag ab 23.45 Uhr auf SRF 1 unter anderem der offizielle Farbstart mit einem riesigen Blumenstrauss gezeigt, wie SRF in einer Mitteilung schreibt.

Nach dem Festakt folgt «Holiday in Switzerland», die erste Studioproduktion des Deutschschweizer Fernsehens in Farbe. Es handelt sich um eine nicht ganz ernst gemeinte musikalische Geschichte über die Entwicklung des Schweizer Tourismus. Mit dabei: Ruedi Walter, Margrit Rainer, Jörg Schneider, Ines Torelli und Alfred Rasser. Es singen und musizieren die Comedian Harmonics.

Dann springen wir zeitlich etwas zurück zum 29. August 1968: zu Mäni Webers legendärer Quizsendung «Dopplet oder nüt», der ersten Eigenproduktion in Farbe live von der Fera. Mit den Gästen, den Radlegenden Ferdy Kübler und Hans Knecht.

Knallbunt geht es weiter mit «Hits à Gogo» von 2. September 1968, auch live aus der Fera. Zum ersten Mal präsentierten Suzanne Doucet und Hardy Hepp die Musiksendung für junge Leute in Farbe. Unter anderen traten auf: Julie Felix – Englands erste Folksängerin, Rocky Roberts und die junge Chanteuse Patricia. Pop-Videos wurden vorgeführt und zum Schluss tanzten die Gäste, was das Zeug hält.

Zum Schluss, ab 2.40 Uhr in der Nacht auf Dienstag, beantwortet der Beitrag «Farbe Farbe Farbe» aus dem Infomagazin «Antenne» vom 2. Oktober 1968 einige technische Fragen darüber, wie die Farbe im Fernsehen generiert wird, wie sie vom Studio aus übertragen wird und wie die Zuschauenden zu Hause selber die Farbe einstellen können. (pd/cbe)