Amgarten setzt auf "Kinderwelt"

SF - Neue wöchentliche Reisesendung und Ausbau von "SF bi de Lüüt" geplant.

Am Donnerstag Morgen empfing SF-Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten die Medienvertreter im Leutschenbach. Bei Kaffee und Gipfeli stellte sie anlässlich des jährlichen Mediengesprächs zusammen mit den verschiedenen Redaktionsleitern die Strategie des Schweizer Fernsehens im Unterhaltungsbereich vor. "Das Schweizer Fernsehen setzt auch künftig ganz auf Swissness", sagt Amgarten gleich zu Beginn der Veranstaltung, "denn unser Trumpf gegenüber der ausländischen Konkurrenz ist, dass wir ganz nah am Publikum sind". Den Schweizern gefalle der "Swissness"-Ansatz und man habe dank "SF bi de Lüüt" beim Sorgenkind "Sonntagabend" an Marktanteilen zulegen können.

Man habe deshalb beschlossen, "SF bi de Lüt" um die neue Sendung "Vereinsgeschichten" zu erweitern. Moderiert wird das Format von Nik Hartmann, der bereits erfolgreich durch andere Sendungen von "SF bi de Lüt" führte. Im Mittelpunkt der Sendung, die am 23. Oktober erstmals ausgestrahlt wird, steht das Vereinsleben der Schweiz.

Als weiteres Highlight nennt Amgarten die neue Reisesendung "SF unterwegs", die erstmals am 9. Oktober zu sehen ist. Mit "SF unterwegs" erhalte erstmals ein Reiseformat einen wöchentlichen Sendeplatz. Die Moderatorinnen Andrea Jansen und Wasiliki Goutziomitros entführen die Zuschauer zu den schönsten und interessantesten Destinationen der Welt.

Pilotprojekt im Kinderprogramm

Als "Leuchtturmprojekt in Sachen Konvergenz" bezeichnet die Unterhaltungschefin das Projekt mit dem Arbeitstitel "Kinderwelt". Redaktionsleiter Thomas Grond doppelt nach: "Mit diesem Projekt sind wir der SRG voraus", denn der Startschuss soll bereits im Sommer 2010 fallen, also vor der Fusion von SF und SRDRS. Im nächsten Jahr sollen die Kinderredaktionen von SF und Radio DRS an einem Ort zusammengeführt werden.

Die "Kinderwelt" startet jeweils um 16.30 mit einem zweistündigen Nachmittagsprogramm auf SF. Ab 19 werden die behandelten Themen dann auf Radio DRS 1 weitergeführt. Als multimediale Klammer dazwischen werde das Internet zum Einsatz kommen, wo zusätzliche Informationen und Tipps für die Kleinen zur Verfügung stehen. "Die Zielgruppe Kinder erreichte SF bislang nur ungenügend. Mit diesem trimedialen Angebot wollen wir dies ändern", so Amgarten. (cb)