Vermummte haben den Eingang der griechischen Boulevardzeitung "To Proto Thema" verwüstet. Hinter der Attacke werden linke Autonome vermutet. Beim Angriff auf die Zeitung skandierten die Angreifer in der Nacht zum Freitag antifaschistische Parolen und warfen der Presse vor, mit den Rechtsradikalen in Griechenland zu kooperieren. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist jedoch erheblich.
Am frühen Freitagmorgen konnten Polizisten einen Anschlag auf den Bruder von Regierungssprecher Simos Kedikoglou im Zentrum Athens verhindern. Die Angreifer hätten die Flucht ergriffen, nachdem die Polizei sie lokalisiert habe, teilte ein Mitarbeiter mit.
Die Attacken folgen dem gewaltsamen Tod eines Rappers in der vergangenen Woche. Täter soll ein Sympathisant der rechtsextremistischen Partei Goldene Morgenröte sein.
Zurzeit untersucht die griechische Justiz, ob die Partei als kriminelle Vereinigung einzustufen ist. Medien berichteten, die Justiz habe bereits Kontakte hoher Funktionäre der Rechtsradikalen mit Schlägertrupps und kriminellen Elementen festgestellt. Am Mittwoch hatten Tausende Menschen in Athen und anderen Städten gegen Rechtsextremismus demonstriert. (sda/dpa)