In Deutschland brummt der Wirtschaftsmotor, die Werbeindustrie verzeichnet seit langem wieder ein stetiges Wachstum. Trotzdem: Die Tageszeitungen kämpfen weiter gegen Anzeigenflaute. Gemäss der deutschen Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) brach das Inseratevolumen im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zur Vorjahresperiode wieder um fast fünf Prozent ein.
Insgesamt nahmen die Anzeigen zwar um 1.6 Prozent zu. Dieser Anstieg ist allerdings allein auf das stark wachsende Geschäft mit den Stelleninseraten zurückzuführen. "Die Zahlen belegen eine strukturelle Krise, die sich nicht allein durch ein verbessertes Werbeumfeld verflüchtigen wird so der Befund der Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland (FTD).
Doch wie lässt sich der Abwärtstrend aufhalten? Media-Experten raten den Printmedien laut FTD, ihr Werbeangebot stärker zielgruppenorientiert auszurichten. So könnten etwa die Abonnenten in Gruppen eingeteilt werden, etwa nach den Branchen, in denen sie arbeiten. Werbekunden könnten damit gezielt für einzelne Zielgruppen Inserate schalten. Hierfür allerdings müsste der Vertrieb von Grund auf umstrukturiert werden und die Informationen über die Leserschaft aufwändig erhoben werden.