Die folgenschwere Veröffentlichung von 20 Millionen Suchanfragen kommt den Internet-Giganten AOL teuer zu stehen. Abgesehen vom erlittenen Imageschaden fordern nun zumindest drei Anwender in einer Sammelklage Schadenersatz. Wie bei tausenden anderen AOL-Kunden konnten über die Veröffentlichung der Suchanfragen Rückschlüsse auf die suchenden Personen gezogen werden. Die Kläger berufen sich in ihrer Anklageschrift folglich auf die Verletzung ihrer Privatsphäre und werfen AOL vor, die Daten ihrer Anwender weiterhin zu sammeln, ohne aber den Datenschutz verbessert zu haben.
Die Anwaltskanzlei tritt im Namen der drei Anwender für alle betroffenen AOL-Kunden auf. Als Schadenersatzsumme wurde ein Betrag von zumindest 5000 Dollar pro Person genannt, was bei rund 660'000 Betroffenen eine nicht unbeträchtliche Summe von 3.3 Mrd. Dollar ausmachen würde. Damit steht fest, dass die von AOL formulierte Entschuldigung einigen Anwendern zu wenig war.