AP kündigt einen Personalabbau an

Nachrichtenagentur - Aufgrund der wirtschaftlichen Krise in der Medienbranche wird das Personal um acht Prozent reduziert.

Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) hat einen Personalabbau im Umfang von acht Prozent angekündigt. AP-Chefin Daisy Veerasingham erklärte am Montag in einem Schreiben an die Belegschaft, dieser Schritt sei vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise in der Medienbranche notwendig, um auf den «Wandel im Mediensektor» zu reagieren.

Es würden Stellen gestrichen und es werde Angebote für Abfindungen geben. Die Geschäftsführung machte keine genauen Angaben zur Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze oder Journalisten. «Insgesamt betreffen diese Änderungen acht Prozent unserer Arbeitskraft, weniger als die Hälfte davon wird Auswirkungen auf den Nachrichtenbereich haben», schrieb Veerasingham.

Die 1846 gegründete AP zählt mit Reuters und Agence France-Presse (AFP) zu den drei grossen internationalen Nachrichtenagenturen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte AP mehr als 375'000 Berichte, 1,24 Millionen Fotos und 80'000 Videos. Die Zahl der Mitarbeitenden wurde 2018 mit 3200 angegeben.

AP spielt eine zentrale Rolle bei der Berichterstattung in den USA, vor allem auch bei Wahlen, bei denen die Agentur eigene Prognosen nach Schliessung der Wahllokale veröffentlicht und vor den amtlichen Stellen zuverlässig die Sieger ausruft.

Die Medienkonzerne Gannett und McClatchy hatten in diesem Jahr auf AP verzichtet, was wirtschaftliche Einbussen für die Agentur zur Folge hatte. Veerasingham kündigte an, dass der «Grossteil der Veränderungen in den USA stattfinden» werde. AP werde aber weiterhin an seiner Präsenz in den 50 US-Bundesstaaten festhalten. (sda/afp/wid)