Der Verband Schweizer Werbung hat den Journalisten Armin Müller zum Kommunikator des Montas Mai erklärt. Dies, weil er sich nicht wie viele seiner Kollegen für Werbeverbote ausspreche.
SW schreibt in einer Mitteilung: "Wer sich, wie die Schweizer Werbung SW, für die Freiheit der Kommunikation engagiert, sieht sich ständig mit einer breiten Gegnerschaft konfrontiert. Neben den ideologischen Gruppierungen, in deren Augen die Wirtschaft und damit die Werbung des Teufels sind, gehört auch ein Grossteil der JournalistInnen zu den Befürwortern von Werbeverboten."
Im Bestreben, die scheinbar von der raffinierten Werbung verführten Konsumenten schützen zu wollen, würden sie gerne Stellung gegen die Werbung beziehen. Dabei verkennen die Journalisten laut SW, dass sie der Werbung ihr Auskommen verdanken.
"Einer, der sich diesem leicht heuchlerischen Verhalten widersetzt, ist Armin Müller, stv. Chefredaktor der "SonntagsZeitung"", freut sich SW. In einem forschen Kommentar, stelle er die Kausalität einer deutschen Studie in Frage, welche die Werbung für den Alkoholkonsum von Jugendlichen verantwortlich macht.
"Man muss schon den gesunden Menschenverstand ausschalten, um die Werbung für den Alkoholmissbrauch verantwortlich machen zu können", schreibt Müller, der laut SW couragiert als einer der wenigen aus dem Reigen der gleichgeschalteten RedaktorInnen ausschert und "damit nicht nur den Nagel auf den Kopf getroffen, sondern sich auch den Titel 'Kommunikator des Monats' gesichert hat."