SRG-Chef Armin Walpen hat die Kritik der Medien und Politiker satt. Im Interview in der Zeitung "Sonntag" bläst er zum Gegenangriff. Journalisten der privaten Medien würden "Nonsens" über die SRG schreiben. Vielleicht seien sie "neidisch" auf die SRG und blenden deshalb aus, dass diese längst am Sparen sei, sagt Walpen. "Die Zeitungsbranche steckt in einer strukturellen Krise, Arbeitsstellen sind hochgradig gefährdet und nun geht man anscheinend in gewissen Verlagen davon aus, wenn es der SRG schlechter geht, geht es den Verlagen besser." Dies sei ein Irrglaube. "Hinzu kommt der heutige Journalismus: Man zieht eine These durch, berichtet möglichst negativ und blendet alles aus, was nicht dazu passt."
Weiter beharrt Walpen im Gespräch auf einer Gebührenerhöhung: "Würde man die Gebühren um 3 Prozent anpassen, wäre das pro Haushalt monatlich eine Mehrbelastung von jährlich von 13 Franken 60 Rappen. Das könnte sich sogar ein Fürsorgeempfänger leisten." Dem Einzelnen tue dies nicht weh und man müsse auch mal beachten, was die SRG den Leuten täglich für Freude bereiten. Falls ihn die Politik zwingt, würde Walpen Sender streichen. "Falls wirklich notwendig, würde ich über HD Suisse, die Radiosender Swiss Pop, Swiss Classic, Swiss Jazz und Virus diskutieren; als wirklich letzte Massnahme die Musikwelle, Option musique, TV 5 und 3sat."