Deutschland hat den Superstar gefunden. Nach dem Erfolg macht man sich beim Schweizer Fernsehen jetzt ebenfalls Gedanken über ein ähnliches Format. Keine leichte Aufgabe bei den bestehenden Samstagabend-Sendungen, der Sprachenvielfalt und der hohen Gage von Michelle Hunziker.
Zu spät sei man aber nicht dran, sagte SF-DRS-Unterhaltungschef Max Sieber in einem Interview mit dem SonntagsBlick. In Deutschland werde die Sendung von einem privaten Unternehmen und für einen viel grösseren Mark produziert. Wir müssen ein auf die Schweiz zugeschnittenes Format finden. In einer solchen Sendung könnte zum Beispiel der Finalist für den Eurosong-Contest ermittelt werden, wiederholte er seine bereits geäusserte Idee. Die Sprachenvielfalt mache aber alles etwas kompliziert. So müsse etwa gewährleistet werden, dass Bewerber aus allen Landesteilen die gleichen Chancen hätten.
Schwierigkeiten mache auch die Termin-Frage: Mit den zahlreichen bestehenden Samstagabend-Sendungen wie "Benissimo", "Wetten dass...?", "Rondo mondo" und "Muikantenstadl" seien bis zu 25 Termine bereits besetzt. "RTL kann einfach alles rauskippen, wir können und wollen das nicht", sagte Sieber.
Ob eine Schweizer Superstar-Sendung dereinst von Michelle Hunziker moderiert wird, ist ungewiss. Sieber hält sie zwar für eine blendend aussehende Frau, aber "nicht gerade für die grösste Moderationsbegabung westlich des Mississippis". Über Gagen habe man noch nicht verhandelt, "aber was nicht ist, kann ja noch werden."