Ursula Haller, die als Reporterin für Das Magazin arbeitet, hat in einem Instagram-Post bekannt gegeben, dass sie im Rahmen des Sparprogramms ihre Stelle verliert. Sie war seit drei Jahren festangestellt als redaktionelle Mitarbeiterin. Zuvor hatte sie als Kolumnistin und Reporterin aus Kalifornien regelmässig für das Tagi-Magi geschrieben.
Beim Magazin seien nur noch sehr wenige Personen fest angestellt, schreibt Haller in ihrem Social-Media-Post. Sie könnten «an einer Hand abgezählt werden». «Als ich vor drei Jahren als Reporterin anfing, waren wir noch doppelt so viele.»
Sie sei traurig für alle Betroffenen, schreibt sie weiter, sowohl für jene, die Tamedia verlassen müssten, als auch für jene, die ohne Perspektiven zurückblieben. Am meisten sorge sie sich aber um die Schweizer Gesellschaft. Diese könne gerade im Zeitalter der künstlichen Intelligenz nicht ohne Qualitätsjournalismus funktionieren.
Am Mittwoch hatte bereits Literaturredaktorin Nora Zukker ihre Entlassung öffentlich gemacht (persoenlich.com berichtete). Am nächsten Tag war es Digitalredaktor Rafael Zeier. Tamedia hatte die Abbaurunde am 5. Oktober angekündigt. Betroffen sind 41 Mitarbeitende, davon 28 in den Deutschschweizer Redaktionen, neun in der Westschweiz und vier beim Print-Desk. Die Gespräche laufen bis Ende Oktober. Als Gründe nennt das Unternehmen die veränderte Mediennutzung und den schrumpfenden Werbemarkt. Am Dienstag protestierten Mitarbeitende und Unterstützende vor dem Hauptsitz an der Werdstrasse in Zürich gegen die Entlassungen. (spo)