Der Zentralrat der SRG hat Ende Juni beschlossen, die Honorare des Verwaltungsrates der SRG sowie des Zentralrats stark zu erhöhen. Das Honorar von SRG-Präsident Jean-Bernard Münch steigt damit von 133000 Franken auf 180000 Franken. Dazu kommt eine Spesenpauschale von 12000 Franken für das 65-Prozent-Pensum. Die Verwaltungsräte erhalten künftig 40000 Franken statt 12000 Franken. Zudem wird das Sitzungsgeld von 500 auf 1000 Franken verdoppelt. Dies berichtet die NZZ am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe.
SRG-Sprecher Daniel Steiner begründete die Erhöhung gegenüber der NZZaS damit, dass die Honorare für den Präsidenten und die SRG-Verwaltungsräte im Vergleich zu den übrigen Unternehmen im Umfeld des Bundes wie SBB und Post zu niedrig seien. Mit den bisherigen Honoraren sei es kaum möglich, Kandidaten für ein VR-Mandat zu gewinnen, so Steiner. Deshalb sei die Anpassung vorgenommen worden.
Aus den Reihen des SRG-Personals kommt laut NZZaS Kritik zur Erhöhung der VR-Honorare. Radiojournalistin Barbara Büttner, die das Personal im SRG-Zentralrat mit beratender Stimme vertritt, hat gegen den Entscheid protestiert. "Der SRG-Verwaltungsrat will im neuen Gesamtarbeitsvertrag massive Einsparungen beim Personal vornehmen. Gleichzeitig erhöht er sich selber die Honorare. Das kommt nicht gut an", sagt Büttner.