Das Schweizer Radio DRS will sein Service-Public- Angebot weiter ausbauen. Andere Schwerpunkte sind die Verankerung der Komplementärprogramme DRS Musigwälle und Virus sowie die Planung von Multimedia-Angeboten, die immer wichtiger werden.
"Der Service Public ist bei uns noch nicht ganz fertig gebaut", erklärte Radiodirektor Walter Rüegg an der Jahresmedienkonferenz von Schweizer Radio DRS am Dienstag in Zürich. Deshalb soll das journalistische Angebot in allen Programmen erweitert werden.
Die neu geschaffene Fachredaktion "IT und Neue Medien" betreut ab April die Sendung "DRS 3 Digital". Nächstes Jahr wird DRS 3 auch eine Wirtschaftsrubrik in sein Programm aufnehmen. Bei SR DRS soll die Wirtschaftsberichterstattung insgesamt verstärkt werden.
Im kommenden Herbst wird der Sport als wichtiger Teil des Informationsauftrags des Schweizer Radios neu positioniert. Gemäss dem neuen Konzept erhalten Trend- und Breitensport eine stärkere Gewichtung, und DRS 3 wird zum Leitprogramm in Sachen Live-Sport.
Bereits Anfang April startet DRS 3 mit einer erneuerten Sonntagsvormittagssendung, die gezielter die Hörerinteressen berücksichtigen soll. Eine stärkere Berichterstattung über Wissen und Bildung plant schliesslich DRS 2 in der Sendung "Hörpunkte".
DAB als Leittechnologie der Zukunft
Beim Ausbau des Service Public sei auch Multimedia eine wichtige Entwicklungsschiene, sagte Radiodirektor Rüegg. Für das Radiohören würden immer mehr andere Medien wie MP3 oder Internet benutzt. So sei die Nutzung von Podcasts von SR DRS rasant angestiegen.
Ein Schwerpunkt der Planung ist "Digital Audio Broadcasting". SR DRS setzt auf DAB als eine der künftigen Leittechnologien für die Verbreitung seiner Programme. Priorität hat in den Überlegungen ein spezieller Informationskanal über DAB, wie Rüegg erklärte.
Führendes Informationsmedium
Laut Rüegg soll Radio DRS das führende Informationsmedium der Deutschschweiz sein. Dabei müssten Qualität und Glaubwürdigkeit der journalistischen Leistungen immer im Vordergrund stehen.
Eine Bestätigung der in den letzten Jahren eingeschlagenen Erneuerungsstrategie sieht das Schweizer Radio im hohen Marktanteil von 62,8 Prozent im vergangenen Jahr; dies ist der höchste Wert seit der Einführung der Radiocontrol-Messungen im Jahr 2001.