Ausbau des Sendegebiets auf die Schweiz?

Radio Liechtenstein - Ostschweizer Radiomacher wehren sich.

Radio L, die einzige Radiostation im Fürstentum Liechtenstein, hat als Privatradio nicht rentiert. Die Regierung greift dem Sender denn auch in der Folge mit Staatsgeldern unter die Arme ("persoenlich.com" berichtete). Damit Radio L in Zukunft weniger defizitär geführt werden kann, soll das Sendegebiet auch auf die Nachbarländer Schweiz und Österreich ausgedehnt werden. Dagegen wehren sich nun die Ostschweizer Radios, wie der Landbote vermeldet.

"Es geht doch nicht an, in einem Land hohe Staatsbeiträge abzuholen und in den Nachbarländern Werbeaufträge zu aquirieren", liess zum Beispiel Hans-Peter Lebrument, Verleger der Ostschweizer Mediengruppe, gegenüber dem Landboten verlauten. Auch der Geschäftsführer von Radio Ri, Max Müller, unterstellt den Radiomachern aus Liechtenstein, ihr primäres Ziel sei, nicht wie angegeben, die Versorgung von Pendlern mit Nachrichen aus dem Fürstentum, sondern das Erzielen zusätzlichen Werbeeinnahmen.