Auslandpresse protestiert bei Armee

Israel - Soldaten haben Fotos und Videos beschlagnahmt.

Die Vereinigung der Auslandsjournalisten in Israel hat bei der Armee wegen der nicht genehmigten Verwendung von beschlagnahmten Fotos und Videos protestiert. Demnach haben die Armeesprecher Material veröffentlicht, das von ausländischen Journalisten auf Schiffen der Gaza-Solidaritätsflotte gemacht worden war. Dies werde von der Armee als "beschlagnahmtes Material" gekennzeichnet, heisst es in dem Protestschreiben vom Donnerstag.

Die Auslandspresseorganisation forderte die Armee auf, das Material umgehend an die Journalisten oder deren Medienorganisationen zurückzugeben. Die Benutzung ohne Genehmigung sei ein klarer Verstoss gegen die journalistische Ethik und nicht akzeptabel. Medienvertreter wurden aufgefordert, das jetzt von der israelischen Armee veröffentlichte beschlagnahmte Material mit angemessener Zurückhaltung zu behandeln.

Israelische Soldaten hatten nach der Erstürmung der sechs Schiffe der Gaza- Solidaritätsflotte am Montagmorgen Kameras, Fotoapparate, Handys und Laptops von Journalisten sowie Aktivisten eingezogen. Eine Armeesprecherin sagte auf Anfrage, dass der Bericht geprüft werde. (sda)