Im dritten Jahr seines Bestehens geht der «KatalysatOhr»-Förderpreis der Stiftung Radio Basel an das Autorinnenteam Ruth Huber, Corinne Rufli und Christina Baron. Ihr Audioprojekt «Die Liebe in meinem Leben» konnte die fünfköpfige Jury durch «die besondere und differenzierte Herangehensweise an ein allseits präsentes Thema» überzeugen: Die individuelle Erfüllung von Liebe, Beziehung, Lebensentwurf, unabhängig von gesellschaftlichen und sexuellen Normen. Im Fokus stehen die Lebensgeschichten von fünf über 80-jährigen Frauen, die ihren persönlichen Weg und die damit verbundenen Erfahrungen hin zur «frauenliebenden Frau» teilen, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die Jury findet, hier lasse sich auf eindrückliche Weise darstellen, dass die Genderthematik eine historische Dimension hat und nicht, wie oft gehört, dem Zeitgeist entspringt. Obwohl die Projektidee auf Corinne Ruflis Dissertation zum Thema frauenliebende Seniorinnen und der Begleitpublikation von 2015 basiert, sieht die Jury in der Audio-Umsetzung eine wunderbare Gelegenheit, das Thema breiter zugänglich, aber auch nahbarer zu machen.
Für die Realisierung des Hörstücks spricht die Stiftung Radio Basel 6000 Franken und ermöglicht dem Autorinnenteam Ruth Huber, Corinne Rufli und Christina Baron – unterstützt von Fatima Dunn (Musik) und Pascal Nater (Produzent) – eine Produktionswoche im Basler SRF-Studio. Das aus der Projektidee hervorgehende Feature wird im Rahmen des Sonohr Radio- und Podcast Festivals 2023 Premiere feiern. (pd/cbe)