Der durchschlagende Erfolg des 3D-Fantasiefilms "Avatar" und die gut laufenden Kabelkanäle haben dem US-Medienkonzern News Corporation die Kasse gefüllt. Im dritten Geschäftsquartal (per Ende März) verdiente das von Rupert Murdoch kontrollierte Imperium unter dem Strich 839 Millionen Dollar. Kein anderer Inhalteanbieter sei stärker, jubilierte Murdoch am Dienstag in New York.
An das Ergebnis des Vorjahreszeitraums kam die News Corp. allerdings nicht heran. Eine Steuergutschrift und ein Spartenverkauf hatten den Gewinn damals auf 2,7 Milliarden Dollar hochgetrieben. Diese Sondereffekte beiseitegelassen, konnte der Konzern sein Ergebnis in etwa verdreifachen und die Erwartungen der Analysten damit übertreffen. Im Hollywood- Geschäft verzeichnete News Corp dank "Avatar" einen operativen Gewinnsprung von 76 Prozent auf 497 Millionen Dollar.
"Avatar" war Mitte Dezember in die Kinos gekommen und entwickelte sich zum kommerziell erfolgreichsten Film aller Zeiten. Er verdrängte damit "Titanic" vom ersten Platz. Da auch das Fernseh- und Zeitungsgeschäft sowie die Buchverkäufe wieder anzogen, sprang der Umsatz des gesamten Konzerns um 19 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar hoch.
Zur News Corp. gehört das Filmstudio 20th Century Fox, die Fernsehsender-Kette Fox, Zeitungen wie das "Wall Street Journal" oder die britische "Times" und "Sun" sowie Buchverlage. Auch Bezahlsender der Marke "Sky" in verschiedenen Ländern sind Teil von Murdochs Medienreich. (sda)