Was für Auswirkungen hat der Verkauf der Endemol Shine Group auf den Schweiz-Ableger B&B Endemol Shine? «So prima Vista rechne ich nicht mit grossen Veränderungen, da wir ja nur 50 Prozent Endemol Shine gehören», sagt Managing Director Tommy Sturzenegger auf Anfrage von persoenlich.com.
Auch wenn er von der Endemol Shine Group noch keine Anweisungen bekommen habe, und daher die Konsequenzen nicht im Detail abschätzen kann, ist Sturzenegger zuversichtlich. «Mir gefällt es grundsätzlich, dass wir von Banijay übernommen werden, da diese Leute dieselbe DNA haben wie wir. Beide Konzerne lieben TV, Content und Storytelling».
«Leben in die Schweizer TV-Landschaft»
Bisher gehörte die Endemol Shine Gruppe einerseits Disney sowie einer Investment-Firma. «Disney wollte und brauchte uns nicht und die Investment-Firma hatte mit TV wenig am Hut. So gesehen ist der Kauf Good News, denn dadurch entsteht der grösste unabhängige Content-Producer der Welt», meint Sturzenegger. Er hofft, dass mit dem neuen Giganten in der TV-Produktionen «einige Türen» aufgehen. «Wir werden uns für aufwendige Produktionen bei einem grossen Land anhängen können, was die TV-Landschaft in der Schweiz beleben dürfte. Ich rechne damit, dass wir neben den Formaten von Endemol Shine neu bald auch diejenigen von Banijay vertreiben dürfen».
Der Deal muss noch von den Regulierungsbehörden abgesegnet werden.
B&B Endemol Shine, ein 50:50 Joint-Venture zwischen der Freddy Burger Gruppe und Endemol Shine Group, mit Sitz in Zürich-Oerlikon beschäftigt rund 25 Mitarbeitende. Das Unternehmen produziert für SRF, 3sat, TV24, Sat.1, ProSieben, 3plus sowie die Fifa. Neben klassischen Fernsehformaten bietet B&B Endemol Shine auch individuelle Unternehmensvideos oder Online- und Social-Media-Content.