Badener Trickfilmfestival mit rund 350 Werken im Programm

"Fantoche" - Künstlerische Akzepte beim Animationsfilm setzen.

Über 20 000 Trickfilminteressierte werden vom 6. bis 11. September in Baden AG zur fünften Ausgabe des Internationalen Animationsfilm-Festivals "Fantoch" erwartet. Am Grundkonzept des vor zehn Jahren erstmals durchgeführten Anlasses werde nichts geändert, die Festivalorganisation sei jedoch professionalisiert worden, sagte Festivaldirektor Frank Braun bei der Präsentation des Programm am Montag in Zürich.

Künstlerische Akzente setzen

Programmiert werden rund 350 Kurz- und Langfilme. Im internationalen Wettbewerb würden Werke präsentiert, die besondere künstlerische Akzente setzten, sagte der neue Programmleiter Thomas Basgier. Sie müssten auch "einen Beitrag zur generellen ästhetischen oder künstlerischen Weiterentwicklung des Mediums" leisten.

Daneben gebe es im Programmgefäss "World Wide Hits" auch Mainstream-Produktionen zu sehen. Viele von ihnen seien in den letzten beiden Jahren an anderen internationalen Festivals ausgezeichnet worden. I

In thematischen Programmen beschäftigt sich "Fantoche" laut Basgier mit der Rolle der Animation "bei der Ausprägung einer globalisierten Bildsprache". Es würden vor allem Filme gezeigt, die sich auf die Schilderung ihres spezifischen kulturellen Hintergrunds konzentrierten.

Stark vertreten sein werden Werke aus Asien. Eine exklusive Kollektion lateinamerikanischer Arbeiten stellt das brasilianische Partnerfestival Anima Mundi zur Verfügung. In einer kleinen Reihe «3D-Freaks» werde die Frage aufgeworfen, ob der Computer die Kreativität der Filmemacher eher beflügelt oder einschränkt, sagte Basgier. Er kündigte weiter Höhepunkte des abstrakten Films von 1945 bis 1978 sowie ethnografisch geprägte Darstellungen innerhalb der Animation von den Anfängen bis heute an.

Im "Fokus Schweiz" laufen die besten Trickfilme aus der aktuellen Schweizer Produktion. Filmhochschulen in den USA, Frankreich, Tschechien und China lieferten ebenfalls interessante Werke. Als Schweizer Premieren werden mehrere aktuelle Langfilme gezeigt. Einige davon würden voraussichtlich erst kurz vor dem Festival fertiggestellt, sagte Basgier.

Millionen-Budget