Zum Auftakt der Veranstaltung wird sich die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran im Gespräch mit Marco Schnurrenberger zum Zustand der Schweizer Medien äussern. Die Organisatoren selbst deuten in der Mitteilung bereits an, in welche Richtung das Gespräch tendiert: Es gebe «Hinweise darauf», dass Badran vom aktuellen Zustand nicht allzu viel halte, heisst es dort süffisant.
Im Anschluss an das Eröffnungsinterview werden jeweils zwei Panels parallel laufen. Im ersten Slot wird Sandro Brotz eine Runde mit Dominik Feusi und Christoph Nufer zur Frage moderieren, ob der Bund zu viele Kommunikationsleute beschäftigt. Zeitgleich werden Anna Nüesch, Jenny Kitzka und Aylin Erol aus der Perspektive junger Journalistinnen diskutieren. Nach einer Pause wird die Wahl zwischen einem Gespräch von Lena Berger (CH Media) und Sebastian Dürst (Somedia) über den Journalismus aus der Provinz sowie einem Workshop von Christof Franzen und Adrienne Fichter zu ihrer Recherchearbeit folgen.
Im nächsten Slot wird Urs Bühler (NZZ am Sonntag) mit Rico Bandle und Christian Berzins fragen, ob der Kulturjournalismus an den Interessen des Publikums vorbeiberichtet. Parallel dazu wird Silke Fürst erörtern, wie transparent Redaktionen ihre Arbeitsweise offenlegen sollten, um glaubwürdig zu bleiben.
Im letzten Doppel-Slot wird es einerseits um Deepfakes gehen: Jan Ludwig, Leiter Osint bei der NZZ, wird anhand von Fällen zeigen, wie manipulierte Bilder, Videos und Stimmen entlarvt werden können, während Patric Raemy von der Universität Freiburg die ethischen Grenzen beim Einsatz von Deepfakes im Journalismus ausloten wird. Parallel wird unter anderem Kerstin Hasse über «Creator-Journalismus» diskutieren – journalistische Arbeit, die zunehmend ohne Redaktion im Rücken auskommt und die Persönlichkeit der Urheberin oder des Urhebers zum Teil des Produkts macht.
Zum Abschluss werden Beat Balzli (NZZ am Sonntag), Reza Rafi (SonntagsBlick) und Doris Kleck (CH Media) in der Elefantenrunde über die Zukunft der Sonntagszeitungen diskutieren. (pd/nil)