Das Schweizer Sportfernsehen SSF, welchem als erster Fernsehsender der Schweiz der sogenannte Must Carry Status (Aufschaltverpflichtung) zugestanden wurde, steht kurz vor der flächendeckenden analogen Verbreitung im Deutschschweizer Sendegebiet. Digital kann das SSF bereits in der ganzen Deutschschweiz empfangen werden. Zudem ist der erste Schweizer Spartensender auch 24 Stunden auf dem Internet empfangbar.
Seit dem 1. Juli 2009 strahlt das SSF in einem 24 Stundenprogramm sein Angebot zum Schweizer Rand- und Breitensport aus. Während nach dem 2009 als Präjudiz geführten Must Carry Verfahrens gegen die Cablecom zahlreiche Kabelnetze den jungen Sender freiwillig in ihr Angebot aufgenommen haben, wurden 23 renitente Kabelnetz-unternehmen (KNU) mit einem zweiten Must Carry Entscheid des BAKOM zur Aufschaltung verpflichtet. Trotz der BAKOM-Verfügung und einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts halten einige wenige KNU an ihrer Verzögerungstaktik fest und verweigerten die Aufschaltung des Sportsenders. Das SSF verlangt nun vom BAKOM die Vollstreckung des Entscheids.
Das Schweizer Sportfernsehen will gemäss einer Mitteilung seine Mission, dem Schweizer Rand- und Breitensport ein attraktives Fenster zur Verfügung zu stellen, auch in Zukunft konsequent weiter verfolgen. Dazu gehört nach SSF-Verwaltungsratspräsident Peter Weigelt auch die Voraussetzung, dass alle Fernsehzuschauer in der deutschsprachigen Schweiz freien Zugang zum SSF-Programm haben. Mit ihren Entscheid stützen das BAKOM wie das Bundesverwaltungsgericht diese Strategie. Das SSF hofft, dass nun auch jene Fernsehzuschauer, denen das Schweizer Sport-fernsehen bisher vorenthalten wurde, dank des Vollstreckungsgesuchs bald Zugang zum Schweizer Rand- und Breitensport haben werden.