BAV protestiert wegen Neat-Dokfilm

SF - "Inhaltliche und sachliche Ungenauigkeiten."

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) protestiert beim Schweizer Fernsehen mit einem Brief wegen des Dok-Films über die NEAT. Im Film seien mehrere inhaltliche und sachliche Ungenauigkeiten, sagte BAV-Sprecher Gregor Saladin am Sonntag. So sei es nicht korrekt, dass sich die Gesamtkosten der NEAT auf 32 Milliarden Franken belaufen würden, wie in dem Dokumentarfilm erwähnt. Saladin bestätigte damit einen Bericht der NZZ am Sonntag. Unkorrekt sei weiter die Behauptung, ein Wasserschaden in Sedrun habe zu einer Verzögerung des NEAT-Baus geführt. Tatsache sei, dass ein Vorsprung von einem Vierteljahr bestehe.

Das BAV kritisiert weiter, dass Italiens Bahnchef Mauro Moretti als "Kronzeuge" des Südanschlusses präsentiert wurde. Moretti sei weder Verkehrs- noch Infrastrukturminister. Es seien aber die Ministerien, die Entscheidungen träfen und Projekte finanzierten, sagte Saladin auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Moretti macht in dem Film Aussagen, die darauf schliessen lassen, dass er die Lötschbergachse der Gotthardachse für den Güterverkehr vorzieht.