Wer die niederländische Monatszeitschrift "Linda" abonniert, hat ein sehr besonderes Willkommensgeschenk zugute: Einen zweistündigen Gigolo-Besuch. Will Frau einen Gigolo in Anspruch nehmen, muss sie jedoch zusätzlich zum Kauf des Jahresabos eine schriftliche Begründung abgeben, weshalb sie sich den Herrenbesuch wünscht. Welche Frauen einen der 25 Gigolos erhält, bestimmen die "Linda"- Macherinnen.
Bis anhin seien etwa 50 Bewerbungen eingegangen, wie Redaktorin Wies van Beek dem "Tages-Anzeiger" erzählt. Als seriöse Begründungen bezeichnet sie unter anderem Anfragen einer jungen, krebskranken Frau oder die von alleinstehenden Mütter.
Die Marketing-Aktion des Frauen-Magazins der TV-Quotenkönigin Linda de Mol kommt nicht überall gut an. Mit dieser Aktion mache sich "Linda" zu "einer Art Zuhälter ohne Bewilligung", findet zum Beispiel Metje Blaak von der Prostituiertengewerkschaft der Rote Faden. De Mol selbst versteht diese Vorwürfe nicht. In einer Talkshow betonte sie, dass ihre Zeitschrift keine Menschen, sondern Dienstleistungen verschenke.
Mit einem noch gewagteren Geschenkli wirbt die Glamourzeitschrift "Glossy". Bei Abo-Kauf gibts dort eine Gratis-Scheidung gibts dort abzustauben. Eine Chance haben Frauen, die länger mit dem Gedanken einer Trennung spielen, schreibt die Redaktion im Blog. Eine Anwaltskanzlei sorge dafür, dass alles mit rechten Dinge zugehe.