SRG-Ombudsmann Achille Casanova erachtet Beanstandungen von Schützen über einen Beitrag der "Rundschau" über Auswüchse in der Schützenszene als begründet. Der Beitrag sei wichtig gewesen, aber teilweise auch zu undifferenziert. Sechs Schiesssport- und Schützenorganisationen sowie eine Privatperson hatten beim Ombudsmann gegen den Beitrag vom 28. Februar protestiert, wie Casanova in der neuesten Ausgabe von "link", dem Magazin des Publikumsrats und der Mitgliedgesellschaften der SRG idée suisse Deutschschweiz, schreibt.
Der Bericht "Feuer frei: Scharf schiessen als Hobby. Das verborgene Reich der Schützen" sei tendenziös und diffamierend, hatten die Schützen moniert. Er gebe ein völlig falsches Bild der Schützenszene wieder. Im Bericht wurden etwa Combatschiessen, Beizenschiessen in Kellern mit reichlichem Bierkonsum oder Selbstverteidigungskurse in Gun Factorys thematisiert.
In seiner Stellungnahme stellte sich Casanova teilweise hinter die "Rundschau"-Redaktoren. Es sei im Beitrag darum gegangen zu zeigen, dass es neben der seriös organisierten Schützenvereine auch noch andere Aspekte der Schützenszene gebe. In der kontroversen Diskussion um die Revision des Waffengesetzes habe ein solcher Bericht seinen Platz.

