Bekenntnis für nationale Rundfunkanstalt

Moritz Leuenberger - "Erfreuliche Pressevielfalt" in der Schweiz.

Der Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger sieht im Erhalt der nationalen Radio- und Fernsehanstalt eine wichtige Komponente der zukünftigen Medienpolitik des Landes. "Diese garantiert, dass alle Sprachregionen ihre Sender haben, die unsere kulturellen Eigenheiten berücksichtigen und die direkte Demokratie des Landes durch Aufarbeitung der politischen Fragen bereichern", so der Bundespräsident in einem Interview mit pressetext.schweiz anlässlich der Auszeichnung zum Meinungsbildner des Jahres 2006. "Daneben haben wir eine erfreuliche Pressevielfalt und ich hoffe, sie kann auch erhalten bleiben."

Seinen Zugang zum Internet beschrieb der Bundespräsident, der zugleich Chef des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK in Bern ist, im Pressetext-Gespräch mit den Worten, er könne sich sein Leben ohne Internet schlicht nicht mehr vorstellen. Er stehe und falle mit dem Internet -- "wie wir alle". Moritz Leuenberger war von den Leserinnen und Lesern der Internet-Nachrichtenagentur pressetext.schweiz zum "Meinungsbildner des Jahres" gewählt worden. Er habe das Meinungsklima in der Schweiz in den vergangenen Monaten am positivsten beeinflusst, so das Urteil der Pressetext-Leser in der Schweiz, die ihm mit deutlicher Mehrheit (55 Prozent) ihre Stimme gegeben haben.

Befragt nach dem Grund für seine Beliebtheit bei Meinungsbildnern in der Wirtschaft sagte Leuenberger, er wolle den Mund lieber nicht zu voll nehmen, obwohl ihn eine Auszeichnung immer mehr freue als ein Verriss. "In meinem Infrastrukturdepartement gibt es viele wirtschaftliche Weichenstellungen: Denken Sie nur an Unternehmungen wie die Post, die SBB und die Swisscom, die sich in einem Spannungsfeld zwischen Marktöffnung und Service public bewegen müssen. Das schafft immer auch Verunsicherungen. Wir möchten die nötigen Veränderungen durch das Tempo und flankierende Massnahmen sozialverträglich gestalten. Diese Politik ist heute auch in wirtschaftlich orientierten Kreisen gefragt."