Belegschaft protestiert gegen Entlassungen

Axel Springer - Kundgebung vor dem Firmenhauptsitz.

Vor dem Verlagshaus der Axel Springer AG in Hamburg haben am Mittwoch über hundert Beschäftigte gegen die Freistellung zahlreicher Kollegen protestiert. Dies teilte gemäss dem deutschen Branchendienst Werben & Verkaufen der Landesverband Hamburg des Deutschen Journalisten-Verbands mit, der gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi Hamburg zu der Aktion aufgerufen hatte.

Nach Angaben des Springer-Betriebsrats dürften derzeit rund 40 Mitarbeiter nicht arbeiten, obwohl sie einen gültigen Vertrag haben, heisst es in der Mitteilung. Unter den Betroffenen seien auch viele Redakteure. So seien im Juni über 30 Beschäftigte des "Hamburger Abendblatts" freigestellt worden. Bei "Audi Video Foto Bild" und "Computerbild" sollen es etwa sieben Mitarbeiter sein.

"Es ist absolut indiskutabel, Redakteure, die teilweise seit Jahrzehnte für Springer anerkannt gute Arbeit leisten, auf das Abstellgleis zu schieben", zitiert die Mitteilung DJV-Landesgeschäftsführer Stefan Endter. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollte Springer vielmehr ein Interesse daran haben, Erfahrung und Kompetenz seiner qualifizierten Mitarbeiter zu nutzen und sie fair zu behandeln." Eine Reaktion von Seiten des Verlages steht noch aus.