Belegschaft verlangt Sozialplan wie im 2009

Tamedia - Petition an Verwaltungsrat.

Die Belegschaften von "Tages-Anzeiger" (TA) und den Tamedia- Regionalzeitungen "Zürichsee-Zeitung" (ZSZ) und "Zürcher Unterländer" (ZU) verlangen einen besseren Sozialplan für die zehn Personen, die im Zusammenhang mit der Aufgabe der Regionalsplit-Strategie des TA entlassen werden. In einer von 80 Personen unterzeichneten Petition an den Tamedia-Verwaltungsrat verlangen die betroffenen Redaktionen einen "anständigen Sozialplan". Er solle mit den Sozialpartnern verhandelt werden und zumindest vom Niveau des 2009 beim grossen TA-Stellenabbau ausgehandelten Vertrags ausgehen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Die Mediengewerkschaft syndicom und der Berufsverband impressum unterstützen das Vorgehen der Redaktionen und erwarten von der Tamedia-Unternehmensleitung an den Verhandlungstisch gerufen zu werden, wie sie in der Mitteilung schreiben. Tamedia hatte letzte Woche bekanntgegeben, die Split-Strategie rückgängig zu machen und die Zusammenarbeit der Redaktionen von TA und den Regionalzeitungen zu beenden. Es kommt zur Entlassung von sechs Angestellten von ZU und ZSZ sowie vier Mitgliedern der TA-Regionalredaktion. Die in Aussicht gestellten "unterstützenden Leistungen" für die Entlassenen hätten sich als vergleichsweise kleinlich entpuppt, heisst es in der Mitteilung. Diese lägen sowohl bei den Abgangsentschädigungen als auch bei den Angeboten zur Frühpensionierung tiefer als jene, die im Sozialplan von 2009 ausgehandelt worden seien. (sda)