"Beobachter" ehrt Alpinisten für Rettungsaktion

Prix Courage - Ueli Steck und Simon Anthamatten sind selbstlos zu Hilfe geeilt.

Die Schweizer Bergsteiger Ueli Steck und Simon Anthamatten retteten im Himalaja einem Kollegen das Leben. Für ihre "selbstlose Rettungsaktion" haben die beiden Alpinisten am Freitag den Prix Courage 2008 der Zeitschrift "Beobachter" erhalten.

Der Prix Courage ehrt jedes Jahr Menschen, die besonders mutig und selbstlos handeln. Steck und Anthamatten hätten nicht gezögert, ihr eigenes Leben für ihre in Not geratenen Kollegen zu riskieren, würdigte der Schrifsteller Franz Hohler die beiden am Freitagabend an der Preisverleihung im Zürcher "Schiffbau", wie es im Communiqué heisst.

Der 32-jährige Ueli Steck und der 25-jährige Simon Anthamatten waren im Mai in Nepal, um die Südwand der Annapurna zu bezwingen. Dort erreichte sie die Nachricht, dass zwei andere Bergsteiger in Not waren. Steck und Anthamatten eilten den beiden zu Hilfe und retteten einem der beiden Verunglückten das Leben. Dem Berner Steck und dem Walliser Anthamatten wurde ein Check über 25'000 Franken überreicht.

Beherzte Kritik

Den diesjährigen Publikumspreis erhielt die 50-jährige Monika Schmid aus Illnau-Effretikon ZH. Die Leserinnen und Leser des "Beobachter" ehrten die Gemeindeleiterin für ihre Kritik am Umgang der katholischen Kirche mit pädophilen Priester. Schmid nahm in einem Fernsehauftritt im "Wort zum Sonntag" deutlich Stellung -- ihre Amtszeit in der katholischen Kirche wurde daraufhin nur noch um ein statt drei Jahre verlängert. Der Publikumspreis ist mit 10'000 Franken dotiert. (sda)

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Monika Schmid (Prix Courage 2008: Publikums-Preisträgerin), Andres Büchi (Chefredaktor, "Beobachter"), Simon Anthamatten (Prix Courage 2008: Jury-Preisträger).