Bericht der SonntagsZeitung sorgt für rote Köpfe

SRG - Wieviel verdient die SRG-Führung wirklich?

Die SRG wirft der SonntagsZeitung vor, unseriösen Journalismus zu betreiben. "Wir sind sehr enttäuscht über die tendenziöse Berichterstattung", klagt SRG-Sprecher Daniel Steiner gegenüber "persoenlich.com". Das öffentlich-rechtliche Medienunternehmen listet in einer Stellungnahme nicht weniger als 10 angebliche Unwahrheiten auf, welche in den Artikeln der SonntagsZeitung zu finden sein sollen.

Unter dem Titel "SRG: mehr Lohn für Chefs" schrieb die SonntagsZeitung, dass die SRG-Führung per Ende Jahr ihren Lohnstopp aufhebe. Damit werde der Weg frei für eine Lohnerhöhung für Generaldirektor Armin Walpen und für die Mitglieder der SRG-Geschäftsleitung mit den Fernsehchefs Ingrid Deltenre (SF) und Gilles Marchand (TSR) sowie Radiodirektor Walter Rüegg.

Laut SRG wurden jedoch keine Beschlüsse für eine neue Lohnrunde für die obersten Kader gefasst. Tatsache sei, dass die Geschäftsleitung während der Jahre 2006 und 2007 auf Grund der Sparanstrengungen auf Lohnerhöhungen verzichtet hätte. Zwar ende dieser freiwillige Verzicht Ende Jahr. Ob die Geschäftsleitung mehr Lohn erhalte, liege aber weder in ihrer Kompetenz, noch sei dazu ein Entscheid gefallen.

Falsch sind laut SRG insbesondere die Angaben über die Löhne der Unternehmensführung. Gemäss den Angaben der SonntagsZeitung sind die Bezüge von Armin Walpen im Zeitraum von 2002 bis 2007 um 100'000 Franken auf 534'000 Franken geklettert. Laut SRG eine Übertreibung: Sie rechnet vor, dass der Anstieg bloss 50'000 Franken betrug.

Für die Geschäftsleitungsmitglieder Ingrid Deltenre und Walter Rüegg kommt die SonntagsZeitung auf einen Grundlohn von 350'000 Franken, bzw. 300'000 --zusätzlich einer Leistungspauschale von 30'000. Auch diesen Zahlen stimmen laut SRG nicht: Die von der Sonntagszeitung bemühten Zahlen sollen im zweistelligen Prozentbereich von der Realität abweichen.

Dass die SRG-Spitzenkader Walpen, Deltenre und Marchand ihre Bezüge durch diverse Annehmlichkeiten wie ein 1. Klasse-Generalabonnement der SBB versüssen könnten, ist laut SRG ebenfalls eine Falschmeldung. Bloss Radiodirektor Rüegg beziehe ein GA, da Radio DRS über drei Standorte (Bern, Basel, Zürich) und zusätzliche Regionalstudios verfüge. (dvp)