Bernard Wuthrich, langjähriger Verkehrsjournalist der Westschweizer Tageszeitung Le Temps, erhielt für seinen Artikel «Les trains frontaliers attendent leur heure» den ÖV-Medienpreis 2024 der Bahnjournalisten Schweiz. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Hauptversammlung des Verbandes im zürcherischen Bauma statt, wie es in einer Mitteilung heisst.
Der prämierte Beitrag beleuchtet die unterschiedlichen Entwicklungen des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs zwischen der Schweiz und Frankreich. Wuthrich zeigt darin auf, wie in Genf und Basel funktionierende ÖV-Verbindungen für Grenzgänger entstanden sind, während im Jura der motorisierte Individualverkehr dominiert – auch aufgrund von Widerständen gegen Bahnprojekte auf französischer Seite.
Jurypräsident Peter Moor würdigte in seiner Laudatio besonders die Fähigkeit des Autors, die komplexe Thematik auf knappem Raum präzise darzustellen. Der Artikel, der Ende Februar 2024 erschien, illustriert mit zwei Grafiken den markanten Anstieg der Grenzgängerinnen und Grenzgänger in der Schweiz, wobei Genf mittlerweile Basel als wichtigsten Arbeitsort überholt hat.
Die Auszeichnung verstehe sich auch als Würdigung des journalistischen Gesamtwerks von Bernard Wuthrich, der über viele Jahre hinweg hochwertige Berichterstattung zu Verkehrsthemen geleistet habe, so Moor. «Vieles, was ich über den öffentlichen Verkehr in der Romandie weiss, verdanke ich Artikeln von Bernard Wuthrich», betonte der Jury-Präsident.
Der mit 1000 Franken dotierte ÖV-Medienpreis wird jährlich von den Bahnjournalisten Schweiz für herausragende journalistische Arbeiten im Bereich des öffentlichen Verkehrs verliehen. (pd/cbe)