Berner Radio BE1 übernommen

Ringier - Beteiligung von NZZ-Gruppe übernommen.

Ringier übernimmt von der Freie Presse Holding (NZZ Gruppe) eine Beteiligung von 81 Prozent an der Radig AG, welche das Berner Radio BE1 betreibt. Die restlichen Anteile verbleiben im Besitz der PubliGroupe. Das Programmkonzept von Radio BE1 soll vom Besitzerwechsel nach Angaben von Ringier unberührt bleiben. Der Sender werde in seiner heutigen Form, mit der bestehenden Leitung und den bisherigen Mitarbeitern weitergeführt.

Radio BE1 hat sich mit 103'300 Hörern im Konzessionsgebiet mit 348'000 Einwohnern als meistgehörter Privatsender in Bern etabliert. Der Sender bietet musikalischen Mainstream, den Ringier als ein Mix aus den 80ern, 90er, 2000ern und Hits von heute beschreibt, dazu News und Infos für eine Zielgruppe im Alter von 15 bis 49 Jahren.

Ringier baut mit der Übernahme sein Engagement im Bereich der Elektronischen Medien aus. Erst im April hatte das Zürcher Verlagshaus die Mehrheit am Radiosender Energy Zürich erworben. Mit Radio BE1 soll wie in Zürich eine junge, urbane Zielgruppe angesprochen werden.

Die FPH verkauft ihre Anteile aufgrund der Bestimmung im neuen Radio- und Fernsehgesetz RTVG, welche den Besitz von höchstens zwei konzessionierten Radiosendern erlaubt. Auch Ringier hat als Mehrheitsaktionärin von Radio Energy Zürich bereits eine UKW-Konzession. Die im Juli 2007 über die Radio Z AG erhaltene Konzession für ein DAB-Programm wird zurückgegeben, das DAB-"Radio for Youngsters" in ein meldepflichtiges Programm umgewandelt.

Die Übernahme von Radio BE1 erfolgt per 1. Januar 2008 vorbehältlich der Zustimmung durch das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Über den Kaufpreis vereinbarten die beiden Parteien Stillschweigen.