Am kommenden Montag wird die Berner Tageszeitung der "Bund" erstmals sanft renoviert erscheinen. Es werde einige Neuerungen geben, die darauf abzielen, die Zeitung attraktiver zu machen und eine noch grössere Vielfalt von Themen zu präsentieren, heisst es im Editorial der Freitagsausgabe des Blatts. Grosszügiger gestaltet werden soll vor allem das Samstagsinterview. Zudem würden mehr Farbbilder publiziert, wenn auch die Zeitung nicht durchgängig farbig sein werde.
Das Redaktionsteam unter Artur K. Vogel, der seit Anfang Jahr dem Bund vorsteht, will vor allem Gebiete erschliessen, "die bisher zu kurz kamen": Zweimal pro Woche wird sich die Tageszeitung unter dem Stichwort "Gesellschaft" mit wichtigen Zeitfragen beschäftigen, zweimal pro Woche werden zwei Kolumnistinnen und zwei Kolumnisten abwechslungsweise zu Wort kommen.
Für den Bund fortan in die Tasten greifen werden Unternehmensberaterin Christine Schaad, Schauspielerin Grazia Pergoletti, KV Bern-Direktor Christian Vifian und Nick Lüthi, ab 1. November Chefredaktor des Medienmagazins "Klartext". Schliesslich wird von nun an der Berner Kulturkritiker Konrad Tobler auf der Kultur-Aufschlagseite in seinem "Feuilleton" kulturpolitische Fragen aufwerfen.
Gleichzeitig zum Umbau des redaktionellen Teils gibt der Bund eine Erhöhung des Jahresabos um 6 Franken auf 348 Franken bekannt. Begründet wird der Preisaufschlag mit den Posttaxen, die ab 1. Januar 2008 massiv erhöht werden.

