Dank sprudelnder Anzeigenerlöse hat der Axel Springer-Konzern seinen Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutlich gesteigert.
Wie Europas grösstes Verlagshaus am Mittwoch in Berlin mitteilte, belief sich der Überschuss auf 173,3 Mio. Euro nach 156,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) kletterte um 7,5 Prozent auf 267 Mio. Euro. Die Vertriebs- und Anzeigenerlöse legten im bisherigen Jahresverlauf auf 1,61 Mrd. Euro zu nach 1,59 Mrd. Euro vor Jahresfrist. Daran hätten die Anzeigenerlöse mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent einen massgeblichen Anteil, hiess es.
Der Konzernumsatz lag mit 1,74 Mrd. Euro erwartungsgemäss unter dem Vorjahreswert von 1,77 Mrd. Euro. Ursache des Rückgangs sei die Ausgliederung des Tiefdruckgeschäfts in den zusammen mit Bertelsmann gehaltenen Konzern Prinovis, hiess es. Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigt das Management die zur Jahresmitte angehobene Prognose. Es rechnet mit einer leichten Steigerung des Umsatzes im Kerngeschäft. Konzernchef Mathias Döpfner erklärte, "Axel Springer kommt in allen strategischen Feldern sehr gut voran."(sda)
Kräftiges Wachstum bei Bertelsmann
Auch der Medienkonzern Bertelsmann ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2006 stark gewachsen. Grund sind Zukäufe sowie ein besseres Werbeumfeld in grossen europäischen Märkten. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent auf 13,5 Mrd. Euro gestiegen, gab das Unternehmen am Mittwoch in Gütersloh bekannt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen stieg um 8,3 Prozent auf 982 Mio. Euro.