Berufsfotograf wegen Landfriedensbruch bestraft

Zürcher Einzelrichter - Präsident des Schweizer Presserates spricht von "ohnmächtigem Urteil".

Ein Berufsfotograf, der an der gewalttätigen Nachdemonstration vom 1. Mai 2001 inmitten der Demonstranten Fotos machte, ist vom Zürcher Einzelrichter Peter Schäppi wegen Landfriedensbruch zu einer Busse von 1000 Franken bestraft worden. Dies vermeldet der Tages-Anzeiger in seiner Samstagsausgabe. Dem Fotografen wird vorgeworfen, mit seiner schwarzen Kleidung von den Demonstrationsteilnehmern praktisch nicht unterscheidbar gewesen zu sein. "Eine Kamera allein genügt als Unterscheidungsmerkmal nicht", zitiert der TA den Richter. Desweiteren habe der Verurteilte "sich von der gewaltbereiten Menge ungenügend abgesetzt".