Eine Beschwerde gegen einen Beitrag der "Rundschau von SF Schweizerfernsehen", in dem über afrikanische Asylbewerber berichtet wurde, ist von der Ombudsstelle DRS teilweise gutgeheissen worden. Dass im Bericht der Sukkurs für die Verschärfung des Asylgesetzes praktisch kritiklos war, sieht die Ombudsstelle als problematisch an, wie AP meldet.
Die "Rundschau" hatte am vergangenen 19. Oktober am Beispiel des Kantons Solothurn über schwierige Fälle von Asylbewerbern berichtet, die kriminell geworden waren und ausgeschafft werden sollten. Im Vordergrund standen schwarze Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus Afrika. Ein Beschwerdeführer stiess sich daran und fand, das Schweizer Fernsehen diskriminiere Schwarze aus Afrika.
Die Ombudsstelle findet, der Bericht habe den Eindruck erweckt, dass diese Einzelfälle nicht die Ausnahme, sondern die Regel seien. Daran habe auch das anschliessende Interview mit dem Direktor des Bundesamtes für Migration, Eduard Gnesa, nichts geändert. Was haften geblieben sei, seien die Bilder von renitenten Asylbewerbern, die den Steuerzahlern zur Last fielen.