Die SRG nimmt die Bedürfnisse von hör- und sehbehinderten Menschen ernst. Sie hat die Leistungen für dieses Publikum 2013 weiter verbessert. Damit erfüllt sie nicht nur die gesetzliche Vorgabe, sondern auch eine Vereinbarung, die sie mit den Verbänden der Sinnesbehinderten 2012 getroffen hat.
Das Gesetz verlangt, dass die SRG ihre Fernsehkanäle während einem Drittel der Sendezeit untertitelt, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Im letzten Jahr habe der Staatssender diese Vorgabe erfüllt und sogar leicht übertroffen. Neben der Untertitelung des linearen Fernsehprogramms hat sich die SRG zudem bereit erklärt, auch im Internet Sendungen mit Untertiteln anzubieten. Die dafür erforderliche technische Aufrüstung wurde 2013 lanciert und wird im Verlauf von 2014 in allen Sprachregionen umgesetzt.
Akustische Beschreibungen vor allem in der Deutschschweiz
SRF hat 2013 für Gehörlose täglich die Hauptausgabe der "Tagesschau" parallel in Gebärdensprache auf SRF info ausgestrahlt. Dazu kamen die Ansprachen der Bundesräte und die Sendung "Kassensturz". RTS hat für Gehörlose täglich die Hauptausgabe von "19h30" parallel in Gebärdensprache auf RTS Deux ausgestrahlt. Diese Sendung wurde auch in den Wiederholungen während der Nacht mit Gebärdensprache gezeigt. RSI wiederum hat das "Telegiornale flash" mit Gebärdensprache versehen.
Auch für Sehbehinderte hat die SRG das Angebot an barrierefreien Sendungen ausgebaut. Davon konnten insbesondere Deutsch sprechende Personen profitieren. Ihnen standen 101 Sendungen mit Audio Description, eine laufende akustische Beschreibung des Filmablaufs, zur Verfügung. In der Romandie wurden 45 Filme und in der italienischsprachigen Schweiz 24 Filme mit Audio Description ausgestrahlt. (pd)