Laut Bericht der "Schweiz am Sonntag" sorgte der Job-Tausch zwischen dem "Tages-Anzeiger"-Chefredaktor Res Strehle und der Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel für Verärgerung bei der NZZ. Der Grund: Meckel und ihr HSG-Institut beraten die Zeitung in Sachen digitale Zukunft. Die NZZ befürchte nun, so der Bericht vom letzten Sonntag, dass Meckel bei der Konkurrenz interne Geheimnisse verrate.
"Für Irritationen besteht kein Grund", sagt NZZ-Sprecherin Bettina Schibli gegenüber persoenlich.com. Der Sesseltausch zwischen Res Strehle und Miriam Meckel sei anlässlich einer Tagung bereits im April öffentlich gemacht worden - vor dem Mandat mit der NZZ. Zudem habe NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann alle Mitarbeitenden umfassend darüber orientiert. Auf Meckels Zusammenarbeit mit der NZZ hat der Einsatz beim Konkurrenz-Blatt "Tages-Anzeiger" laut Schibli keine Auswirkungen.
Auch Miriam Meckel sagte im Interview mit persoenlich.com, dass die Sesseltausch-Aktion lange vorher öffentlich bekannt wurde und sie zudem nicht in NZZ-Geschäftsgeheimnisse involviert sei, sondern sich lediglich mit Veränderungen im journalistischen Arbeiten beschäftige. (set)