Besucher müssen ohne «Bhaltis» nach Hause

SRG auf Sparkurs - Das Schweizer Fernsehen muss aus Spargründen auf das Abgeben von Give-aways verzichten. Auch sonst hinterlassen die gekürzten Budgets in der Kommunikation und im Marketing mehr oder weniger sichtbare Spuren.

von Christian Beck

Die SRG muss 100 Millionen Franken sparen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein ganzes Reformpaket beschlossen, wie am Donnerstag bekannt wurde (persoenlich.com berichtete). Von den Sparmassnahmen betroffen sind auch die SRF-Kommunikation und das Marketing, wenn auch im Gesamtkontex zu einem eher kleinen Teil.

In der Kommunikation soll nach jetzigem Plan bei Projektbudgets – insbesondere bei Drittkosten – gespart werden. «Allerdings lässt sich ein Stellenabbau derzeit für keine Abteilung ganz ausschliessen», sagt SRF-Kommunikationschefin Andrea Hemmi auf Anfrage von persoenlich.com. Auch im Bereich Marketing sollten die Sparmassnahmen gemäss «Stand heute» ohne grössere personellen Massnahmen möglich sein.

Keine neuen Station-IDs

Wie sehen die Sparmassnahmen bei Marketing und Kommunikation aber konkret aus? «2019 verzichten wir auf den Dreh von neuen Senderkennungen für SRF 1», so Hemmi. Der Verzicht auf die neuen sogenannten Station-Idents werde für das Publikum jedoch nicht spürbar sein, da weiterhin die bestehenden Idents ausgestrahlt würden. Auch auf den Dreh neuer Unternehmensclips für Besucherführungen müsse aus Spargründen verzichtet werden.

«Printpublikationen haben wir in den letzten Jahren bereits zurückgefahren. Da wird nun auch in den nächsten Jahren keine grössere Publikation möglich sein», so Hemmi. So wurde die frühere Unternehmenspublikation durch ein simples Faltblatt ersetzt. Zudem würde nochmals zusätzlich gespart auf anderen Kanälen. So werde auf kleine Drucksachen wie beispielsweise die Weihnachtskarte verzichtet – 5500 Expemplare wurden letztes Jahr gedruckt. Gesenkt würden auch die Support- und Weiterentwicklungskosten des Intranets.

SRF realisiert übers Jahr verschiedenste Anlässe oder beteiligt sich daran, in den eigenen Studios sowie in Zusammenarbeit mit Dritten. «Auch hier wird das Budget reduziert, beispielsweise durch Verzicht auf SRF-Give-aways oder durch Abstriche bei externen Anlässen», sagt Hemmi dazu. Die Details würden nun ausgearbeitet.