Unter dem Titel "Bern fürchtet die Bikini-Krise" berichtete die NZZ am Mittwoch über eine Rüge, die die Bundeshausjournalisten kassiert hatten. Sie wurden von der Bundeskanzlei in die Schranken gewiesen, weil sie ihre Badehosen und Bikinis an der falschen Stelle zum Trocknen aufgehängt hatten.
Wie NZZ-Bundeshaus-Korrespondent Markus Häfliger schreibt, nutzen viele Bundeshausjournalisten die nachrichtenarme Zeit im Sommer, indem sie sich über Mittag in der Aare abkühlen. Anschliessend würden einige ihr Badezeug an den Fenstern des Bundesmedienzentrums zum Trocknen aufhängen. Dieses Verhalten habe nun die Bundeskanzlei dazu gebraucht auf dem Anschlagbrett darüber aufzuklären, "dass die Fenster des Medienzentrums kein Wäscheständer sind". Diese amtliche Klarstellung habe "offensichtliche ästhetische Gründe".
Laut NZZ scheint sich vor allem das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) an den Badehosen zu stören. So habe der Protokolldienst des EDA deswegen bereits zweimal bei der Bundeskanzlei reklamiert. Denn bei offiziellen ausländischen Besuchen sei der Anblick von Bade-Shorts und Tüchern an den gegenüberliegenden Fenstern "nicht optimal", heisse es am Anschlagbrett. (nzz/eh)