Blattkritik in der Zeitung

".ch" - Karl Lüönd und Roger Blum als Kritiker im Gespräch.

Die neue Gratiszeitung .ch will nach Angaben ihrer Macher als Qualitätszeitung daherkommen. Glaubwürdigkeit und Kompetenz soll das neue Blatt ausstrahlen und sich damit gegenüber der boulevardlastigen Konkurrenz im Gratiszeitungsmarkt abheben. Um der Leserschaft zu illustrieren, dass sich auch die Qualitätskontrolle nicht in Lippenbekenntnissen erschöpft, liess sich die Redaktion ein durchaus originelles Experiment einfallen: Sie lässt ihre Zeitung von Blattkritikern wöchentlich gegenlesen -- die Einschätzung erscheint in der Folge als Kolumne in der Zeitung.

Als Blattkritiker im Gespräch sind dabei der Publizist Karl Lüönd sowie Roger Blum, Professor für Medienwissenschaften an der Uni Bern, wie Rolf Leeb, Chefredaktor von ".ch" gegenüber "persoenlich.com" bestätigt. Gesucht wird zudem nach einem oder zwei weiteren Blattkritikern. Lüönd sieht dem Experiment mit einigem Interesse entgegen, wie er gegenüber "persoenlich.com" erklärt: "Ich helfe überall, wo in der Presse etwas für die Qualität gemacht wird." Die neue Gratiszeitung schonen will er nicht -- auch nicht in den schwierigen Anfangswochen: "Ich habe immer etwas auszusetzen. Wem das nicht passt, muss mich nicht buchen."