Der Stiftungsrat der Schweizer Journalistenschule MAZ hat entschieden: Das MAZ bleibt in Luzern, erwägt aber, im Aargau und in Basel künftig Teilangebot zu realisieren. Das MAZ fühlte sich vom Kanton Luzern brüskiert. Im März dieses Jahres hatte der Kantonsrat den Betriebsbeitrag von 50'000 Franken aus Spargründen aus dem Budget 2012 gestrichen. Dieser Sparbeschluss sorgte für Aufsehen in der MAZ-Führung. Auch, weil der Kanton Luzern Gründungskanton der Journalistenschule und im Stiftungsrat vertreten ist. Das MAZ hatte deshalb das Gefühl, dass Luzern nicht mehr richtig zur Institution stehe. Es dachte über einen Wegzug nach. Mehrere Regionen meldeten Interesse an.
Nun aber habe das Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern Wege aufgezeigt, wie der Ausfall der jährlichen Pauschalentschädigung für die Dauer des kantonalen Entlastungsprogramms unter anderem durch Leistungsaufträge teilkompensiert werden könne, teilte das MAZ am Donnerstag mit.
Zusammenarbeit mit Hochschulen
Die Standort-Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen, sagte Stiftungsratspräsident Iwan Rickenbacher auf Anfrage. Es sei schwierig gewesen, alle möglichen Optionen abzuchecken. Nun aber habe man sich bewusst für den Standort Luzern entschieden. Zumal hätten sich auch die Stadt Luzern sowie zahlreiche Institutionen und Persönlichkeiten für den Verbleib der Journalistenschule in Luzern eingesetzt, betonte Rickenbacher. Und: Die Studierenden beurteilten Infrastruktur, Umfeld und Erreichbarkeit in Luzern sehr positiv. Im Zusammenhang mit den Wegzugsüberlegungen traf das MAZ in den letzten Wochen "intensivere Abklärungen" mit Vertretungen von Basel und Aargau.
Im Vordergrund stand die Zusammenarbeit mit Hochschulinstitutionen, die "bis zur Verwirklichung eines externen Teilstandorts des MAZ gedeihen kann", heisst es in der Mitteilung. Dies auch, weil die Kooperation mit der Uni in Luzern beispielsweise "nicht ganz einfach" sei, sagte Rickenbacher. (sda)