Blick-Chef verteidigt Caravan-Fotos

"Caroline-Urteil" - Fotos von Prinzessin Stéphanie plus Kinder veröffentlicht.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte schützt Prominente vor Paparazzi. Ausnahme: Die Prominenten sind einverstanden, fotografiert zu werden. Auch in der Schweiz sind Fotografen auf der Jagd nach Promi-Fotos, oft im Auftrag der Ringier-Presse.

Schon seit Jahren auf den Titelblättern der so genannten "Yellow Press" zu finden, sind die Fotos der monegassischen Prinzessin Stéphanie. Ihr Liebesleben sorgt regelmässig für deftige Schlagzeilen -- auch im Blick. Die meisten Fotos der Prinzessin werden von internationalen Agenturen den Medien angeboten.

Im vergangenen Jahr zierten aber tagelang Stéphanie-Fotos "Made in Switzerland" das Blick-Titelblatt. Die Prinzessin aus Monaco hatte sich in einem Caravan eingerichtet und zog hinter dem Tross des Zirkus Knie durch die Schweiz. Rund um den Caravan war eine grosse Plane gezogen, um die Prinzessin und ihre Kinder vor neugierigen Blicken zu schützen. Trotzdem erschienen im Blick unter anderem Fotos der Prinzessin und ihrer Kinder beim Baden in einem Swimmingpool.

Wurde dabei die Prinzessin gegen ihren Willen heimlich von Paparazzi abgelichtet? Das sei falsch, sagt der Blick-Chefredaktor Werner De Schepper der Nachrichtenagentur sda. Die Reporter hätten sich der Prinzessin stets offen zu Erkennen gegeben. Stéphanie habe nie gegen deren Anwesenheit protestiert. "Es gab die ganze Zeit Kontakt", sagt de Schepper. "Wir haben ihr sogar den Blick zum Caravan gebracht." Auch bei einem späteren Treffen mit einer Blick-Reporterin habe die Prinzessin sich nicht gegen die Veröffentlichung der Bilder ausgesprochen.