Der Ringier-Bereich Zeitungen mit seinen Flaggschiffen Blick und SonntagsBlick weist einen Umsatz von 196.4 Mio. Franken und damit einen Rückgang von 2.6 Prozent aus (Vorjahr 201.7 Mio. Franken). Ein grosser Teil des Umsatzrückgangs ist auf Einbussen im Anzeigenerlös von rund 4.5 Mio. Franken zurückzuführen.
Wie Martin Werfeli, Vorsitzender der Konzernleitung, an der Ringier-Jahres-Medienorientierung vom Mittwoch erklärte, sei auch die Auflagenentwicklung der beiden Titel 2003 "unbefriedigend" ausgefallen. Der generelle Trend zu sinkenden Zeitungsauflagen sei im zurückliegenden Jahr durch die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verstärkt worden; die Zeitungskäufer hätten sich zurückgehalten. In der Folge habe Ringier das Automatennetz gestrafft und damit auf einen Teil der kostenintensivsten Einzelverkäufe verzichtet.
Gemäss Werfeli "sehr gut" abgeschnitten haben Blick und SoBli hingegen in der letztjährigen Leserschaftsbefragung: Blick vermochte seine Reichweite leicht zu steigern und bleibe somit die unbestrittene Nr. 1 bei den Kaufzeitungen. Der SonntagsBlick habe "unbedeutende" Verluste hinnehmen müssen und bleibe mit über einer Million Lesern die mit Abstand meistgelesene Wochenzeitung.
Anders sieht die Reihenfolge bei den Werbeeinnahmen aus. Der Blick belegt hier den dritten Rang und SonntagsBlick Rang 2. Werfeli: "Die Führungsrolle im Lesermarkt zu haben, macht beide Titel resistenter gegen konjunkturelle Schwächen als ihre direkten Mitbewerber". Der rückläufigen Entwicklung im Werbemarkt hätten aber auch sie sich nicht entziehen können. (ab)